⚠️ Inaktivität erkannt. Abmeldung in 30s

Sprachbausteine Teil 1

Lesen Sie den folgenden Text. Welche Lösung (a, b, c oder d) ist jeweils richtig? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben 25-46 auf dem Antwortbogen. Lücke (0) ist ein Beispiel.

BIO GIFTIGER ALS CHEMIE

Wenn heutzutage von gefährlichen Stoffen (0) die Rede ist, geht es 25 um Chemieunfälle oder Pestizidskandale. Im Gegenzug gilt das, was die Natur 26, als gesund. Natürlich soll hier nicht die Wirkung von Pestiziden verharmlost werden. Denn sie sind zweifellos hochtoxische 27. Doch innerhalb der Europäischen Union sind die Richtlinien und Grenzwerte für sie sehr 28 und sie stellen für den Verbraucher eigentlich kein Risiko 29.

Einer Studie 30 sind in Gewicht gemessen nur 0,01 Prozent aller 31 Stoffe chemischen Ursprungs, also durch Menschenhand gemacht. Unglaublich 99,99 Prozent aller Giftstoffe 32 Pflanzen ganz von selbst. Aber welches Interesse hat zum Beispiel eine Kartoffel, uns das Leben mit giftigen Zusatzstoffen schwer zu 33? Nun, auch eine Kartoffel will stressfrei leben und ihre Gene 34. Das kann sie aber nur, wenn sie nicht gefressen wird.

Um sich vor Feinden zu schützen, hat die Natur eine Vielzahl von 35 entwickelt. Bei Pflanzen sind die Verteidigungsmöglichkeiten eingeschränkter als bei Tieren. Von einem Kohlkopf, der sich tot stellt, 36 ein hungriges Kaninchen nicht groß beeindrucken. Was 37 tun Pflanzen, um zu überleben? Entweder sie tarnen sich wie die lebenden Steine, schmecken scharf wie Chili oder sind einfach – giftig! So was spricht sich nämlich bei Käfern, Maden und Pilzen ganz schnell 38.

Das wissen auch wir Menschen. Dennoch verzehren wir – gesundheitlich vollkommen 39 – 60 Kilogramm Kartoffeln im Jahr. Denn wir wissen ganz genau, wo die Kartoffel ihr Gift 40. Dort, wo es ihr wichtig ist: an den Fortpflanzungsorganen.

Die Blüten und Beeren einer Kartoffel 41 diverse Glykoalkaloide in hohen 42. Darunter das giftige Solanin. Die Knolle, in der die Stärke und die anderen leckeren Nährstoffe lagern, ist im Gegensatz 43 ungiftig. In ihr wird erst dann Gift gebildet, wenn sie beschädigt oder gestresst wird. Bei zu viel UV-Licht beispielsweise 44 die Kartoffelzelle Alarm und verstärkt die Produktion von Solanin, erkennbar an den grünen Augen. Dort bildet die Knolle nämlich nicht nur ihr Gift, sondern parallel dazu auch Chlorophyll.

Für uns Menschen ist das 45 praktisch. Wir schneiden einfach die grünen Augen raus und essen die Knolle ohne Gefahr. Dumm gelaufen für die Kartoffel. Man 46 die Intelligenz seiner Fressfeinde eben nie unterschätzen.

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