Lesen Sie den folgenden Text. Welche Lösung (a, b, c oder d) ist jeweils richtig? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben 25-46 auf dem Antwortbogen. Lücke (0) ist ein Beispiel.
WIE KOMMEN HOCHS UND TIEFS ZU IHREN NAMEN?
(0) die Sturmtiefs Karl und Günther im letzten Frühjahr für zahlreiche entwurzelte Bäume und blockierte Straßen sorgten, 25 uns Hoch Lisa einen überdurchschnittlich warmen 26 Spätsommer.
Wetterereignissen Namen zu geben hat eine lange Tradition. 27 Zweite Weltkrieg begann der US-Wetterdienst, Taifune im Pazifik mit weiblichen Vornamen zu benennen, um sie besonders wenn mehrere Taifune 28 auftraten, besser 29.
In Deutschland vergibt die Freie Universität Berlin die Namen für alle Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa 30. 1954 regte die damalige Studentin und spätere ZDF-Wettermoderatorin Karla Wege an, die Druckgebiete zu benennen, um sie leichter 31 abzugrenzen.
Dafür erstellten die Meteorologen zunächst Listen, 32 die Namen in alphabetischer Reihenfolge 33: männliche Namen für Hochs, weibliche für Tiefs.
In den folgenden Jahrzehnten war diese Praxis der Namensvergabe 34 die Stadtgrenzen Berlins hinaus bekannt. Erst im Februar 1990, als ungewöhnlich viele und heftige Stürme über Deutschland 35, wurden die Medien durch die Orkantiefs „Vivian“ und „Wiebke“ auf die Namensgebung aufmerksam.
Seitdem 36 die Verbreitung der von der FU Berlin getauften Druckgebilde und 37 Verwendung in den Medien zum Standard.
38, dass Frauennamen ursprünglich immer mit Tiefdruckgebieten in Verbindung 39 wurden, kam Ende der 90er Jahre eine hitzige Diskussion über die Vergaberegeln wegen einer möglichen Diskriminierung von Frauen 40.
Der Streit konnte jedoch bald beigelegt 41, indem 42 in Absprache mit dem Deutschen Wetterdienst auf einen jährlich wechselnden Turnus einigte. Seither erhalten die Hochs und Tiefs abwechselnd weibliche und männliche Vornamen.
Im November 2002 wurde schließlich die Aktion Wetterpate 43, die bis heute existiert. Wer gerne eine Patenschaft übernehmen oder verschenken möchte, kann dies 44 festgelegten Termin, der auf Ende September oder Anfang Oktober des Vorjahres fällt, bei der FU Berlin beantragen.
Der Preis dafür hängt von der persönlichen Vorliebe ab: Die Patenschaft für eines der 45 Hochdruckgebiete kostet mehr als diejenige für ein Tief. Die vergebenen Namen werden allen Wetterdiensten und Medien 46.
Neben dem US-Wetterdienst ist die Freie Universität Berlin weltweit die einzige Institution, die Namen vergibt.