Lesen Sie den folgenden Text. Welche Lösung (a, b, c oder d) ist jeweils richtig? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben 25-46 auf dem Antwortbogen. Lücke (0) ist ein Beispiel.
SCHULE UND BIORHYTHMUS
Biologen und Schlafforscher sind sich seit Jahren weitgehend einig, dass der Biorhythmus sich umso mehr nach hinten verschiebt, je älter Kinder werden. Etwa im Alter zwischen zwölf und vierzehn Jahren werden die meisten Kinder (0) „Abendtypen“.
Ihr erstes Leistungshoch erleben sie am späten Vormittag oder mittags, das zweite nachmittags oder 25 erst abends. Sie schlafen erst spät ein und haben frühmorgens die größten Schwierigkeiten aufzustehen. Die Schulen 26 auf diese chronologischen Rhythmen keine Rücksicht.
Till Ronneburg vom Zentrum für Chronobiologie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität unterscheidet zwischen „Lerchen“, die als Frühaufsteher sehr gut mit der Organisation des Schulalltags 27, und „Eulen“. 28 sind gezwungen, Tag für Tag früh aufzustehen, obwohl ihre innere Uhr ganz anders 29. Ihr Inneres 30 noch auf Mitternacht programmiert, wenn der Schulunterricht beginnt, sagt Ronneburg.
So stelle der Schulbeginn um acht Uhr morgens eine echte biologische Diskriminierung dar. 31 um diese Zeit seien die Spätschläfer bei weitem noch nicht in der Lage, ihre volle Leistung 32. Dabei sind sie in der Mehrheit.
In einer 33 amerikanischen Studie aus dem Jahr 2010 wird ihr Anteil an allen Schülern 34 rund 70 Prozent geschätzt. Umfangreiche Tests 35 beispielsweise, dass Klausuren wesentlich besser ausfielen, wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt geschrieben wurden.
Nun gibt es Stimmen, die auch für deutsche Schüler einen späteren Unterrichtsbeginn 36. Dies trifft jedoch nicht 37 uneingeschränkte Zustimmung.
An einem Münchner Gymnasium wird hierzu ein zweijähriges Pilotprojekt durchgeführt. Bei einer ersten Umfrage 38 Schüler an, dass sie den späten Unterrichtsbeginn nicht richtig ausnutzen könnten, weil sie das Haus 39 zusammen mit Eltern und Geschwistern relativ früh verlassen müssten.
Für viele sei jedoch die Tatsache von großer Bedeutung, dass der Unterricht zwar erst um 8:30 Uhr beginne, die Schule ihre Tore aber 40 um sieben Uhr öffne. Ein Großteil der Schüler schätzt diese Möglichkeit 41 „offenen Anfangs“.
Manche 42 ihre Schule als Lebensraum, in dem sie Freunde treffen, andere kommen früher, 43 ihre Hausaufgaben zu vervollständigen.
Bleibe die Frage, ob 44 dieser Praxis der späte Unterricht überhaupt den 45 nach sich zieht, den sich die Wissenschaftler davon erhoffen. Manche Schüler, die so früh kommen müssten, seien ohnehin schon wach. Die anderen aber hätten Zeit, in der Schule wach zu werden, 46 eine mögliche Antwort.