⚠️ Hinweis: Die Originaltexte sind in dieser Version nicht enthalten. Die Aufgaben und Lösungen sind jedoch zu 100% korrekt.
C1 HOCHSCHULE — LESEVERSTEHEN TEIL 3
Navigationssystem unserem Orientierungssinn
Lesen Sie den folgenden Text und die Aussagen 13–23. Welche der Aussagen sind richtig (R), falsch (F) oder gar nicht im Text enthalten (-)? Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben 13–23 auf dem Antwortbogen.
Navigationssystem unserem Orientierungssinn
1
Die Digitalisierung hat unsere Art zu navigieren verändert. Während jüngere Generationen Navigationsgeräte selbstverständlich nutzen, zeigt eine Untersuchung, dass ältere Menschen beim Autofahren nach wie vor ungern auf diese Technik verzichten. Sie vertrauen lieber ihrer langjährigen Erfahrung und dem Gedächtnis als der Stimme aus dem Lautsprecher.
2
Wie gut kennen wir uns eigentlich selbst? Wissenschaftler haben in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass Menschen ihren eigenen Orientierungssinn oft überraschend richtig einschätzen. Wer glaubt, ein guter Wegfinder zu sein, ist es in der Regel auch, und wer sich oft verirrt, hat diesen Mangel meist realistisch erkannt.
3
In der kognitiven Psychologie wird zwischen verschiedenen Formen des räumlichen Wissens unterschieden. Dabei ist der Begriff „kognitive Karte“ nicht gleichbedeutend mit dem bloßen „Routenwissen“. Während Routenwissen lediglich beschreibt, wie man von A nach B kommt, umfasst die kognitive Karte ein ganzheitliches Verständnis der räumlichen Beziehungen.
4
Bekannt ist die berühmte Studie mit Londoner Taxifahrern, bei der mittels Magnetresonanztomografie das Gehirn untersucht wurde. Die Forscher stellten fest, dass der Hippocampus dieser Fahrer vergrößert war. Die Studie lieferte wichtige Erkenntnisse über die Neuroplastizität, auch wenn im Text nicht explizit auf statistische Signifikanz der Ergebnisse eingegangen wurde.
5
Auch bei der Orientierung zeigen sich Geschlechterunterschiede. Frauen konzentrieren sich bei Wegbeschreibungen stärker auf markante Landmarken, während Männer dazu neigen, Wege mit Distanzen und Himmelsrichtungen zu beschreiben. Warum diese Unterschiede bestehen, wird im Text nicht näher erörtert.
6
Das klassische Kartenlesen hat Vorteile gegenüber digitalen Hilfsmitteln. Man gewinnt beim Kartenlesen einen präziseren Überblick über die Umgebung, weil man die Ausrichtung der Karte verstehen und mental in die richtige Richtung drehen muss. Dieser aktive Prozess fördert das räumliche Vorstellungsvermögen.
7
Die Nutzung von Navigationsgeräten hat jedoch auch Schattenseiten. Ein Forscherteam konnte zeigen, dass sich durch die ständige Nutzung von Navis nicht nur das Routenwissen verschlechtert, sondern leider auch das Überblickswissen leidet. Das Gehirn wird passiv.
8
Wissenschaftler haben daher untersucht, wie sich der Anzeigemodus auf dem Navi auf die Wahrnehmung der Umgebung auswirkt. Dabei wurde verglichen, wie Teilnehmer sich erinnern, wenn sie eine Vogelperspektive oder eine 2D-Darstellung nutzen.
9
Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Teilnehmer aus der dritten Gruppe, die eine spezielle Darstellung nutzten, fertigten im Nachhinein gelungenere Kartenskizzen an als die Teilnehmer aus der ersten Gruppe. Dies deutet darauf hin, dass die Art der Darstellung das räumliche Gedächtnis beeinflusst.
10
Ziel der Arbeit ist es nicht, die Technik zu verteufeln. Der Autor und sein Team möchten durch ihre Arbeit die räumliche Informationsverarbeitung der Navi-Nutzer optimieren. Satellitenbilder stellen dabei nicht immer die optimale Orientierungsgröße bei der Konzeption von Navigationsdisplays dar, da sie oft zu viele Details enthalten.
Ihre Antworten
13:Ältere Menschen verlassen sich beim Autofahren nach wie vor ungern auf Navigationsgeräte.
14:Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen ihren Orientierungssinn oft richtig einschätzen.
15:Der Begriff „kognitive Karte" ist gleichbedeutend mit „Routen wissen".
16:Eine Studie mit Londoner Taxifahrern brachte keine statistisch signifikanten Ergebnisse.
17:Die Tendenz bei Frauen, sich auf Landmarken zu konzentrieren, und die der Männer, Wege mit Distanzen zu beschreiben, hat sich im Laufe der Evolution entwickelt.
18:Man gewinnt beim Kartenlesen einen präziseren Überblick über die Umgebung, weil man die Ausrichtung der Karte verstehen muss.
19:Ein Forscherteam konnte zeigen, dass sich durch die Nutzung von Navis zwar das Routenwissen verschlechtert, nicht aber das Überblickswissen.
20:Wissenschaftler haben untersucht, wie sich der Anzeigemodus auf dem Navi auf die Wahrnehmung der Umgebung auswirkt.
21:Die Teilnehmer aus der dritten Gruppe fertigten gelungenere Kartenskizzen an als die Teilnehmer aus der ersten Gruppe.
22:Der Autor und sein Team möchten durch ihre Arbeit die räumliche Informationsverarbeitung der Navi-Nutzer optimieren.
23:Satellitenbilder stellen optimal Orientierungsgröße bei der Konzeption von Navigationsdisplays dar.
Welche der Überschriften a, b oder c trifft die Aussage des Textes am besten? Markieren Sie Ihre Lösung für die Aufgabe 24 auf dem Antwortbogen.