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C1 HOCHSCHULE — LESEVERSTEHEN TEIL 1

15. Eine Box verändert die Welt

Lesen Sie den folgenden Text. Welche der Sätze a–h gehören in die Lücken 1–6? Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Zwei Sätze können nicht zugeordnet werden. Lücke (0) ist ein Beispiel.

Eine gewellte Stahlbox, zwölf Meter lang, drei Meter hoch und genauso breit. Sie ist zum greifbaren Symbol der Globalisierung geworden. Millionen von Containern kreuzen auf immer größeren Schiffen auf den Weltmeeren und schaffen Produkte von A nach B: 0 Der Container hat das Transportwesen auf See und an Land revolutioniert. Er hat den globalen Warentransport enorm vereinfacht und ist Herzstück der modernen Logistik.

Bis in die 50er Jahre war es üblich, Waren einzeln zu transportieren oder sie in Säcke oder Kisten zu verladen. 1954 fuhr ein Frachtschiff mit dem Namen „Warrior" von Brooklyn nach Bremerhaven. An Bord befanden sich 5000 Tonnen Lebensmittel, Haushaltswaren und Post, verteilt auf 194.582 Fässer, Kisten und Säcke. Jedes Stück war in Brooklyn per Hand von einem LKW oder einem Zugwaggon in ein Warenhaus am Hafen und von dort an Bord geschleppt worden, um es in den Tiefen des Lagerraums zu verstauen. 1 Immer wieder passierten nämlich in den großen Häfen der Welt schwere Unfälle.

Es dauerte zehn Tage, bis die „Warrior" beladen, und ebenso lange, bis sie in Bremerhaven wieder entladen war – genauso lange, wie die Überfahrt dauerte. Zwar hatte es bereits seit Jahrzehnten Bemühungen gegeben, den Transport von Gütern effizienter zu gestalten. 2 Erst einem US-amerikanischen Unternehmer gelang es, gemeinsam mit der Marine die Idee einer universellen Transportbox durchzusetzen.

Am 26. April 1956 schipperte Malcolm McLean mit einem umgebauten Tanker von Port Newark Richtung Texas. An Bord waren 56 Container. 3 Dass McLean erfolgreich war, wo andere vor ihm versagt hatten, lag auch an dem mächtigen Kunden an seiner Seite, dem amerikanischen Militär. 4 McLean überzeugte schließlich die Betreiber des Hafens von New York, einen eigenen Containerterminal einzurichten. Heute wäre ein Containerterminal für einen Hafenarbeiter aus den 1960er Jahren nicht wiederzuerkennen. Was damals in mehreren Tagen in Kisten und Fässern auf die „Warrior" gebracht wurde, wird heute in ein paar Stunden verladen. Heute reisen rund 90 Prozent der Güter, die über die Meere verschifft werden, in Containern. 5 Der Container reduzierte die Transportkosten von Gütern auf einen Bruchteil und brachte die weltweiten Warenströme zwischen Europa, Asien und Amerika zum Fließen. 6 Heute macht er ungefähr die Hälfte aus. Ohne Container wäre der globalisierte Warenfluss undenkbar. Singapur, einer der größten Häfen der Welt, war dem Container so dankbar, dass dieser sogar eine Banknote zieren durfte.

Sätze a – h

0 Smartphones aus China, T-Shirts aus Bangladesch, Bananen aus Nicaragua, Kaffee aus Äthiopien oder Wein aus Neuseeland.
a Dieses erhoffte sich von den Containern logistische Verbesserungen in der Sicherung des Nachschubs.
b Die Standardisierung der Containergrößen wurde erst nach langwierigen internationalen Verhandlungen in den 1970er Jahren endgültig festgelegt.
c Gesteuert und auf ihrer Reise verfolgt werden diese dabei von Computern und globalen Logistiksystemen.
d Für die Hafenarbeiter war das nicht nur Schwerstarbeit, sondern lebensgefährlich.
e In den 1960er Jahren betrug der Warenhandel weniger als 20 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.
f Doch sie waren am Streit über die Abmessungen der Container und an streikenden Hafenarbeitern gescheitert.
g Es sollte genau dieser Umstand sein, dem sie in der Folge ihre Beschäftigung verdanken würden.
h Infolgedessen mussten zahlreiche kleinere Reedereien ihre Flotten modernisieren oder den Betrieb ganz einstellen.

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