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C1 HOCHSCHULE — LESEVERSTEHEN TEIL 1

13. Höhlenforschung: Expeditionen ins Erdinnere

Lesen Sie den folgenden Text. Welche der Sätze a–h gehören in die Lücken 1–6? Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Zwei Sätze können nicht zugeordnet werden. Lücke (0) ist ein Beispiel.

Der Abstieg in die Unterwelt ist ihre Leidenschaft: Höhlenforscher dringen tief in Hohlräume der Erdkruste vor. 0 Die Öffentlichkeit nimmt davon kaum etwas wahr, weil die Arbeit der Höhlenforscher – oder, wie der Fachbegriff lautet, „Speläologen" – wortwörtlich im Verborgenen stattfindet. Doch was bewegt Höhlenforscher, nicht bloß sogenannte Schauhöhlen als Touristen zu besuchen, sondern sich fernab von Tageslicht und Wärme durch gewundene Gänge in die Tiefen der Erde voranzutasten? „Einmal ist es natürlich die Schönheit der Welt unter Tage", sagt Stefan Zänker vom Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e. V., der in Fulda ansässig ist: „Man kriecht eine neue, ewig lange Zeit durch ein dunkles Loch und kommt dann plötzlich in einen Raum, wo herrliche Tropfsteine hängen, die noch ganz weiß, weil unberührt sind." 1 Denn Höhlen sind nicht nur eine Welt aus Gestein und Wasser: Knapp 750 Arten umfasst die Liste der Höhlentiere in Deutschland. Neben Höhlengästen wie Fledermäusen gibt es auch echte Höhlenspezialisten, die ihr ganzes Leben dort verbringen. Viele dieser Tiere sind sehr hell oder sogar weiß: 2 Dafür haben die Höhlenbewohner meist einen guten Geruchs- und Tastsinn.

Deutschland ist ein höhlenreiches Land. Rund 11.000 Höhlen sind katastermäßig erfasst. Dennoch gibt es den Beruf des Höhlenforschers nicht, und Höhlenforschung ist in Deutschland ehrenamtlich. Das habe zwei Gründe, erklärt Stefan Zänker. Zum einen liege dies an der Finanzierung. Es gebe niemanden, der so etwas bezahlen würde, und wahrscheinlich auch nicht könnte, weil viel Zeit in dieser Profession stecke. 3 Dazu gehören unter anderem Archäologie, Biologie, Geographie, Geologie, Hydrologie, Klimatologie oder Paläontologie.

Man definiert eine Höhle als mindestens fünf Meter langen, von Menschen begehbaren Hohlraum, der natürlich entstanden und von festem Gestein umgeben ist. 4

Wer Höhlen erforschen wolle, müsse nicht nur körperlich fit sein, auch alpinistische Qualifikationen seien von Vorteil, betont Zänker. Außerdem brauche man unbedingt eine spezielle Ausbildung. 5 Zu dieser gehören ein Helm gegen Steinschlag, an dem die Stirnlampe befestigt ist, verschiedene Kletter- und Steighilfen ebenso wie reißfeste, wasserdichte und wärmende Spezialkleidung in Form eines Overalls. 6 Nicht zuletzt sind zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen das A und O. Denn so faszinierend die unerforschte Welt in der Tiefe auch ist: Die Gefahren einer solchen Expedition sind nicht zu unterschätzen.

Sätze a – h

0 Dort suchen sie nach unbekannten Schächten, Hallen und Schluchten und vermessen und kartographieren neue Teile der Höhle.
a Denn Farbpigmente werden mangels UV-Strahlung nicht gebildet, auch ihr Sehsinn ist meist unterentwickelt.
b Diese Begriffsbestimmung lässt nur erahnen, welche ausgedehnten Systeme von Gängen, Schluchten, ja sogar Wasserläufen und Seen sich dahinter verbergen.
c Für Höhlen, in denen sich Seen und überflutete Gänge befinden, ist außerdem eine Taucherausrüstung notwendig.
d Daneben sei es natürlich auch wichtig, Unbekanntes zu entdecken, wie zum Beispiel spezielle Lebewesen.
e Bereits in der Steinzeit nutzten Menschen Höhlen als Schutz vor Witterung und als Kultstätten, wovon zahlreiche Felsmalereien zeugen.
f Zum anderen sei Höhlenforschung eine interdisziplinäre Wissenschaft, die viele Fächer zusammenführe.
g Dabei lerne man zum Beispiel die Verwendung der notwendigen Ausrüstung.
h In manchen Regionen werden Höhlen auch als natürliche Kühlräume genutzt, da die Temperatur im Inneren das ganze Jahr über nahezu konstant bleibt.

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